Psychokorrektur

Die dauernde narkotische Intoxikation führt zur Entwicklung einer Abhängigkeit, deren neurophysiologischer Mechanismus sich auf den limbischen und Stammstrukturen des Gehirns gründen, in seinen Bereichen, wo sich das so genannte „System der emotionalen Unterstützung“ befindet. Einer der wichtigsten pharmakologischen Effekte von Drogen, Ethanol, Nikotin, sowie von allen anderen psychoaktiven Stoffen, die Abhängigkeit hervorrufen, ist ihre positiv unterstützende Wirkung. Diese Wirkung schließt die Entstehung nach der Drogenannahme von angenehmen Gefühlen mit ein, deren Qualität und Ausprägbarkeit die Natur und Dosierung der Narkotika bestimmen. Der Missbrauch von chemischen Stoffen und Bildung der Abhängigkeit hängt eigentlich von den da vorhandenen positiv unterstützenden Eigenschaften. Positive Unterstützung lässt sich nicht nur bei der Einnahme von psychoaktiven Stoffen beobachten. Es ist bekannt, dass die Befriedigung der beliebigen Motivation zur Bildung der angenehmen emotionalen Zustände führt. Heutzutage glaubt man, dass die narkotischen Mittel im Organismus auf die Mechanismen wirken, die mit der „normalen“ positiven Unterstützung verbunden sind, die bei der Befriedigung der biologischen und sozialen Motivationen entstehen. Also, in jedem gesunden Organismus gibt es bestimmte neuroanatomische, neurophysiologische und neurochemische Bildungen, die positive Unterstützung gewährleisten. Diese Strukturen sind in ein „Zentralsystem der positiven Unterstützung“ vereint.
Die medizinisch-biologischen Forschungen im Bereich Narkologie zeigen auf die Systemstörungen, die den Denk- und Motivationsstörungen, addiktiven Störungen zugrunde liegen. Heute kann man und muss man die Trunk- und Drogensucht als höchst komplizierte Erkrankungen betrachten, die durch den krankhaften Trieb zum Alkohol und Drogen, durch die Entwicklung des dysfunktionellen Zustandes bei deren Entzug bestimmt sind, und in den schlimmeren Fällen — durch die psychische Degradierung und die standhaften somatoneurologischen Störungen, die einen bestimmten biologischen Grund haben.
Die Wichtigkeit der Forschung des Drogeneinflusses auf die höchsten kortikalen Funktionen besteht auch darin, dass ein hoher Grad der Aufmerksamkeit vom Menschen unter den modernen Lebensbedingungen verlangt wird, sowie schnelle Entscheidungen, relative intensive Bearbeitung der umfangreichen Informationen. Gleichzeitig weiß man, dass Alkohol, Drogen, andere psychoaktive Stoffe in erster Linie diese Funktionen beeinflussen. Als ein meist zugänglicher und reichlich gebrauchter Faktor der Prozesse im menschlichen Zentralnervensystem gilt die elektrische Aktivität der verschiedenen Gehirnstrukturen. Die Methode der Computertomographie gab die Möglichkeit, die Gehirnpathologie unmittelbar zu forschen, wobei die pathologischen Änderungen der Gehirnstruktur festgestellt werden.
Heutzutage gibt es die einzige Methode, bei dem Menschen funktionale und strukturelle Änderungen im Zentralnervensystem unter dem Einfluss von verschiedenen Intoxikationen nicht invasiv aufzudecken, und nämlich das komplexe Registrierungsverfahren der hervorgerufenen Stammpotentiale (Psychodiagnostik „PST-D“) in der Kooperation mit der Bestimmung des somatischen Zustandes des Patienten nach der Mimex® – Technologie. Das ist einer der modernsten elektrophysiologischen Methoden der klinischen Neurophysiologie. Es geht um die Einschätzung des Struktur- und Funktionsstandes der kortikalen und Stammstrukturen des menschlichen Großhirns, sowie der Organe und physiologischen Systeme des Organismus mit der Feststellung des pathologischen Funktionssystems mit Hilfe der Elektroden auf den bestimmten Kopfzonen.
Unser Zentrum besitzt die exklusiven Rechte auf die Anwendung des Komplexes der Psychodiagnostik „PST-D“ und der Psychokorrektur PST-C. Anschließend der Desintoxikationsmaßnahmen unterliegt der Patient der psychopathologischen Untersuchung (Psychodiagnostik), darunter Analyse des Bewusstseinsstandes, Denkbereiches, der Motivation, des intellektuellen mnestischen und kognitiven Bereiches, der Gefühls-, Willens- und Verhaltenssphäre.
Nach den Ergebnissen der Diagnostik wird das komplexe Psychokorrekturprogramm für jeden Patienten unserer Klinik mit dem Ziel erarbeitet, den krankhaften Drogentrieb zu beseitigen. Bei der Psychokorrektur setzt man die Apparatur (den Neurovisor) ein. Das individuelle komplexe Psychokorrekturprogramm läuft bis zur vollen Reduktion der psychotischen, ideatoren und Verhaltenssymptomatik.
Das Korrekturmodul „PST-C“ ist ein technologisch effektives Instrument für das „Stimmens“ des Systems der emotionalen Unterstützung unter der Berücksichtigung der individuellen Besonderheiten der Neurophysiologie des Patienten, die bei der Psychodiagnostik „entdeckt“ wurden. Die Wirkung der Psychokorrektur ist auf die Bildung des psychophysischen „Spitzen“-Zustandes orientiert.
Die hohe Effektivität des Psychokorrekturmoduls ist durch die Integration im Rahmen des einheitlichen Computersystems der modernen Ansätze zur Optimierung der neurophysiologischen Prozesse bedingt. Das ist Rhythmuswirkung unter der Kontrolle des Elektroenzephalogramms, Bio-Steuerung und damit verbundene suggestive Wirkung, darunter auch auf der subsensoren /Unterschwellenebene, sogenannte Parakorrektur- Verfahren.
Als wissenschaftliche Grundlage für die Entwicklung des Psychokorrekturmoduls dienten die Angaben, die das Vorhandensein des gesetzmäßigen Zusammenhanges zwischen dem Ausprägbarkeitsgrad der bestimmten Rhythmen im EEG des Menschen und seinem psychophysiologischen Zustand bestätigen. Der Hauptvorteil des Psychokorrekturmoduls „PST-C“ besteht in der Möglichkeit seines qualifizierten individuellen Ansatzes bei der Behandlung der chemischen und nicht chemischen Abhängigkeiten, mit der Berücksichtigung der persönlichen Besonderheiten des Menschen, objektive Gegebenheiten seines aktuellen Zustandes und der Spezifik ihrer Anwendung bei der verschiedenen Kurarten.

Bis es die Krankheit gibt, gibt es nicht nur Angst, sondern auch die Hoffnung.
Alexander Wjatscheslawowitsch Bojtschuk
Psychiater – Narkologe





