Komplex von psychopathologischen, vegetativen, neurologischen und somatischen Störungen.
Addiktion
Zustand des menschlichen Bewusstseins, das durch Eskapismus – Realitätsflucht – mit Hilfe von künstlichen, oft chemischen Mitteln (Nikotin, Alkohol, Rauschgift usw.) gekennzeichnet ist. Der beständige Verbrauch davon bildet das addiktive Verhalten aus und äußert sich in Form des Rauchens, der Trunk- und Drogensucht u. ä. Diese Erscheinung steht im Mittelpunkt der Untersuchungen der klinischen Psychologie und Soziologie.
C
Chronische alkoholische Intoxikation
Der Zustand bei dem dauerhaften (über ein Jahr) systematischen Alkoholverbrauch in den Dosierungen, die die individuellen Grenzen des risikolosen Konsums überschreiten. Erscheint als psychische (Alkoholismus) oder somatische bzw. Mischpathologie, die direkt oder indirekt mit der toxischen Wirkung des Alkohols verbunden ist.
D
Demenz (lat. dementia, ohne Geist)
Schwachsinn, beständige Senkung der kognitiven Tätigkeit mit dem gewissen Verlustgrad der früher angeeigneten Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten und Schwierigkeiten, neue anzueignen.
Das System des Handels bzw. einzelnes Handeln, das in der Gesellschaft anerkannten Normen (rechtlichen, ethischen, ästhetischen) widerspricht. Äußert sich in Form der nicht balancierten psychischen Prozesse, fehlenden Anpassung, Störung des Prozesses der Selbstaktualisierung bzw. in Form der Abweichung von der moralischen und ästhetischen Kontrolle seines Verhaltens.
Dominante
Ständiger Herd der Überregbarkeit der Nervenzentren; die Erregungen, die zu den Zentren gelangen, erhöhen die Erregungen im Herd mit der gleichzeitigen Hemmung in den anderen Bereichen des Nervensystems.
I
Intoxikation
Erkrankung bzw. andere Störung der Lebenstätigkeit des Organismus als Folge der Applikation vom Gift oder Toxin.
Chronische kontinuierliche Erkrankung, durch Verbrauch der narkotischen Mittel hervorgerufen, die phasenweise abläuft und in ihrer Struktur einige nach Phasen erscheinende Symptome hat.
P
Psychische Abhängigkeit
Bewusster oder unbewusster Bedarf nach dem Verbrauch des psychoaktiven Mittels für die psychische Entspannung und den psychischen Komfort.
R
Reduzierung
Senkung, Abschwächung, Zurückführen vom Komplizierten zum Einfachen, Zugänglichen für die Analyse und Lösung.
Rehabilitation
Behandlungs- und Wiederherstellungsmaßnahmen, die nach den Erkrankungen durchgeführt werden.
Remission (lat. remissio – Verringerung, Abschwächung)
Das temporäre oder ständige Nachlassen von Symptomen der chronischen Krankheit. Für den dauerhaften Remissionszustand braucht man ärztliche Beobachtung und bestimmte Medikamente. Dieser Begriff wird oft im Bezug auf Drogensüchtigen (meistens i.v.-Drogensüchtigen) benutzt, die versuchen, Aufnahmehäufigkeit zu reduzieren bzw. mit Drogen aufzuhören. In der Regel wird die Remissionsphase von schwerem Rücksyndrom, Depression, Muskelnschmerzen, s.g. „Entzugsyndrom” begleitet.
T
Toleranz (lat. tolerantia – Geduld)
Senkung der Empfindlichkeit gegenüber Pharmamitteln.
Tremor (lat. tremor – Zittern)
Unwillkürliche schwingende Bewegung des ganzen Körpers bzw. der Körperteile. Oft betrifft Finger, Lider, Zunge, Unterkiefer, Kopf.