Gruppenpsychotherapie / Medizinzentrum „Polinar“

Gruppenpsychotherapie

Es gibt zwei Gruppentype:

  • Geschlossene, simultane Gruppe (die Gruppe wird zu einem Zeitpunkt gebildet, behandelt, anschließend aufgelöst und die neue gebildet)
  • Offene, kontinuierliche Gruppe (die Gruppe existiert ständig, die neuen Kranken werden angeschlossen, die „alten“ verlassen die Gruppe nach dem Abschluss des Behandlung)

Allgemein verbreitet wurde der Bergriff „kleine Gruppe“, wenn es um 8 bis 12 Teilnehmer geht, und die „große Gruppe“, die bis 25 Teilnehmer hat. Für den Psychotherapeuten ist es besser, die Arbeit nach dem Muster der „Klassenarbeit“ anzufangen, d. h. die gleichen Aktivitäten zu tun, als ob er nur einen Patienten hätte: man wirkt auf jeden Patienten im einzelnen und auf die Gruppe insgesamt ein, indem die Diskussionen, gegenseitige Hilfe bei der Problemlösung zugelassen werden. Weiterhin die Diskussionen zu den Themen der Schwierigkeiten und Probleme im Leben zu fördern, was ist das Wesen des Alltags, Probleme der Störungen des Nervensystems, das bedeutet die psychische Stabilität usw. Danach wird der Faktor der Gruppendynamik dazu einbezogen, der die Mechanismen des Funktionierens der Gruppe in Gang setzt.

Die Teilnehmer sollen vorbereitet und innerlich einverstanden sein, dass die Gruppe insgesamt, ihre einzelnen Teilnehmer und der Therapeut auf sie Einfluss üben werden, um sie umzugestalten, zu ändern, um neue innerliche Erfahrung und Reagierungs- und Verhaltensformen zu gewinnen. Die Erfahrung aus der Gruppe anzueignen und sie in seinen Alltag zu übertragen. Seine mögliche Verhaltensrepertoire zu erweitern, seine Leistungen und Variabilität im Verhalten und in den Reaktionen zu fühlen.

In den Gruppen schafft der Therapeut die Tendenz für die Entwicklung der Genesungsmechanismen.

  • Katharsis — Abreaktion der vorhandenen emotionalen Spannung, Bildung der adäquaten Spontaneität;
  • Selbsterkenntnis, Autognosie über die Entfaltung seiner Innenwelt in der Gruppe und über die Reaktion der Gruppe auf die Auflösung des Selbst, um es in der gewünschten Richtung zu ändern;
  • Festigung der neuen Verhaltensformen, Gegenreaktionen auf bestimmte Situationen in der Gruppe und deren Übertragung ins reale Leben, Suche und Festigung der neuen, mehr angemessenen Lösungen, Probleme, Verhältnisse und Reaktionen, des entsprechenden Verhaltensstils.

Bei der Gruppenpsychotherapie beachtet der Therapeut persönliche Besonderheiten der Teilnehmer. Er bildet bei jedem Teilnehmer die Fähigkeit, die Führerrolle zu übernehmen und gleichzeitig die anderen diese Rolle spielen zu lassen. Die Gruppenpsychotherapie kann zu einer Lösung der psychotherapeutischen Aufgaben werden, die auf vielen Etappen des psychotherapeutischen Prozesses stehen.