
Alkohol und Teenanger
Es gibt zwei Gruppen von Gründen, warum die Jugendlichen den Alkohol verbrauchen. Die erste Gruppe motiviert sich mit dem Wunsch, die Traditionen zu folgen, neue Gefühle zu erleben, Neugier zu stillen, usw. Diese Motivationen werden unter dem Einfluss von Besonderheiten der jugendlichen Psyche gebildet, wie z. B. aufgebrochenes Gefühl des Erwachsenwerdens, Streben so zu sein, wie die anderen, Wunsch die Älteren nachzuahmen u. ä.
Besonders beachtenswert ist die zweite Gruppe der Motivation für den Alkoholverbrauch, wobei das Trinken als Verhaltenstyp des Rechtsbrechers gebildet wird. Zu dieser Motivation gehört das Streben, Langeweile loszuwerden – einen besonderen psychischen Zustand der Persönlichkeit, der mit dem emotionalen Hunger verbunden ist. Bei der Jugend dieser Kategorie ist das Interesse zur kognitiven Tätigkeit ganz schwach oder fehlt sogar. Sie interessieren sich weniger für die schöngeistige Literatur, nehmen selten am kulturellen Laienschaffen teil, gehen kaum ins Theater, verlieren Interesse an die ernste Musik und Malerei. Und schließlich verbrauchen manche Jugendliche den Alkohol, um sich zu entspannen, sich von unangenehmen Gefühlen zu befreien. Der gespannte, unruhige Zustand kann durch bestimmte Situation in der Familie, im Schulkreis verursacht werden.
Die alkoholische Betrunkenheit führt zu den beträchtlichen physiologischen Änderungen, denen folgen auch psychische. Der Alkoholverbrauch schadet besonders der Tätigkeit des Herz- und Gefäßsystems, es äußert sich in der Hauterbleichung - Akrozyanose, Tachykardie und gedämpfte Herztöne. Kennzeichnend für die Alkoholvergiftung ist das vielmalige Erbrechen. Auch der Einzelfall der Konsumption der kleinen Alkoholdosierungen wird bei den Jugendlichen durch die äußeren Merkmale der Intoxikation, insbesondere des Nervensystems begleitet. Viel weniger eindeutig ist der Alkoholeinfluss auf die jugendliche Psyche zu beschreiben. Insgesamt sieht klinisches Bild der Betrunkenheit des Jugendlichen im meisten Fällen folgend aus: — an der Stelle der kurz dauernden Erregung tritt die allgemeine Niederdrückung, — Benommenheit,- zunehmende Schläfrigkeit, — Trägheit, — verlangsamte ungeordnete Rede, — Orientierungsstörung. Die Verschärfung der Alkoholisierung führt zur Degradierung der Persönlichkeit.
Diese Kategorie der Patienten braucht am meisten Unterstützung der Familie und Hilfe der qualifizierten Fachärzte.






