Behandlung der Drogenabhängigkeit / Medizinzentrum „Polinar“, drogenabhängigkeit, drogenbehandlung, behandlung, alkoholabhangigkeit, alkoholismus, alkoholbehandlung, medical centre, Odessa, Ukraine

Behandlung der Drogenabhängigkeit

Die Behandlung der Drogensucht bedeutet Umorientierung der Persönlichkeit auf das Leben ohne Drogenkonsum. Das ist ein schwieriger und langer Prozess der sachkundigen Hilfe nicht nur an den Süchtigen, sondern an seine Verwandte.

Bevor ich die Besonderheiten der angebotenen Behandlungsprogramme in unserem Zentrum erkläre, möchte ich betonen, dass es bei der Auswahl eines Programm Folgendes berücksichtigt wird: aktive Behandlung der Drogenabhängigen soll komplex, aufeinanderfolgend sein, benötigt eine bestimmte Zeitdauer und adäquate Mittel, verläuft im Rahmen eines Heilanstalt, und zweifellos qualifiziert und professionell.

Die Hauptfragen, die unsere Patienten stellen, bevor sie aus der Unmenge der angebotenen „Wunder“-Methoden der narkologischen Dienstleistungen die Klinik für sich aufsuchen, lauten: „Wie behandeln Sie das Entzugssyndrom?“

Ich als führende Ärztin der Klinik möchte sofort antworten – schmerzlos, ohne Narkose, ohne Substitutionstherapie. Die Behandlung des Entzugssyndroms ist nur ein kleiner und am wenigsten wichtiger Teil der Behandlung der Drogenabhängigkeit als Erkrankung. Die Haupterscheinungen des Entzugssyndroms, seine hohe Punkte werden relativ einfach bei der entsprechenden fachärztlichen Vorbereitung des Narkologen behandelt. Die Programme unsrer Klinik geben einfach keine Möglichkeit für die Entwicklung des Entzugssyndroms. Die Hauptaufgabe der Behandlung besteht doch in der Therapie der Erkrankung selbst, die Narkomanie heißt.

Auf Grund der psychopathologischen Untersuchung, einschließlich Analyse des Bewusstseinszustandes, Denkprozesses, der Motivierung, des intellektuell mnestischen und kognitiven Bereiches, Emotions-, Willens- und Verhaltensbereiches, wird das individuelle komplexe Therapieprogramm für jeden Patienten zusammengestellt mit dem Zweck der Beseitigung des krankhafter Triebes zur Droge. Auf der Remissionsphase werden die Methoden und Medikamente ins Programm eingeführt, die Körperschwäche, Depressionen und Schlafstörungen stoppen. Das komplexe therapeutische Programm wird bis zur vollen Reduktion der psychotischen, ideatoren und Verhaltenssymptomatik.

Für jeden Patienten unterliegt der pathologische Skript seiner Krankheit der psychodiagnostisch Entschlüsselung, und unserer Fachärzte begreifen, dass die Drogendominante in der Pathogenese der Opioidabhängigkeit (und Abhängigkeit insgesamt) ihre eigene Entwicklungsphasen hat, die Struktur und Psychopathologie dieser Form der chemischen Abhängigkeit gestalten. Mit Rücksicht auf diese Tatsachen sind die Ergebnisse der Behandlung in unserer Klinik relativ erfolgreich. Aber sie werden erreicht nach der langfristigen stationären Therapie, die mindestens 21-28 Tage und noch länger dauert, bei der ambulanten Unterstützungstherapie mit Neuroleptika und narkologischen Dämpfungsmitteln (Naltrexone hydrochloride, Tetlong-250) mit der Mindestdauer von 6 Monaten bis 1,5 Jahre und seit der 3-4. Behandlungswoche – psychotherapeutisches Rehabilitationsprogramm bis 3-3,5 Jahre lang.

Die Ärzte unserer Klinik sind nicht bereit, den Patienten zu lügen, dass die Krankheit Narkomanie auf der Phase der Beseitigung des Entzugssyndroms zu heilen ist. Wir können dem Patienten nicht vorbilden, dass die Behandlung 2-3 Monate dauert. Wir haben die jahrelang ausgearbeiteten Therapieansätze zu dieser schweren Erkrankung wie Drogen- und Trunksucht und wir sind absolut sicher, dass es bei dieser Krankheit keine Ausweglosigkeit gibt. Die Ausweglosigkeit gibt es im falschen Ansatz, im mangelnden Professionalismus, in der Information, die in den letzten 10 Jahren zu Ohren unserer Patienten gebracht wird (Genesung in einem Tag, in einer Stunde bzw. einer Woche mit garantiertem Erfolg, wenn der Kranke keine psychoaktiven Mittel (Alkohol, Drogen) mindestens 10 Tage nicht konsumiert. Unsere Patienten, bei denen die Überidee drinnen alles ausbrennt (krankhafter Trieb zur Droge) in Form des pathologischen Denkens, sind manchmal nicht in der Lage, „keine chemischen Mitteln zu konsumieren“, wovon sie abhängig sind, schon im Laufe von 2-4 Stunden, ganz zu schweigen von 10 Tagen und länger. Deswegen, wenn die Rede um so eine schwere Erkrankung wie chemische Abhängigkeit (Drogen- und Trunksucht) geht, die jährlich hunderttausend junger Lebens wegnimmt, sollen wir, Fachärzte für Psychiatrie und Narkologie begreifen, was wir tun und dafür vor unserer persönlichen Berufsehre Verantwortung tragen.

Ich möchte extra das Problem der Behandlung der Kokainabhängigkeit anreißen. Das Syndrom der chemischen Kokainabhängigkeit wird im Laufe von 2-4 Jahren nach dem ersten Drogenkonsum gebildet und das Entzugssyndrom (Abstinenz) hat drei Phasen. Dies ist der Grund für eine irrtümliche Einbildung, dass Kokain keine Gewöhnung hervorruft, und wir müssen uns mit dem Problem schon auf der Phase der somatoneurologischen Komplikationen auseinandersetzen, die der chronischen, seltener – akuten Kokainintoxikation folgen. Es ist so gekommen, dass wir die einzige Narkologieklinik in Odessa sind, die über die Intensivbehandlungsstation mit fachlich vorbereiteten Ärzten für Reanimatologie verfügt. Der Notfalldienst bringt uns schon mehrere Jahre lang die Kranken mit diesen Komplikationen (akutes Koronarsyndrom, hypertonische Krisen der Arrhythmie, akute zerebrale Ischämie, krampfartige Symptome, Psychosen auf Grund der akuten bzw. chronischen Kokainintoxikation). Wir haben genügend Erfahrung bei der Behandlung sowohl der akuten Zustände, als auch der Abhängigkeit selbst. Die Behandlungsprogramme gegen Kokainabhängigkeit, die in unserem Zentrum eingesetzt werden, sind eigenartig, denn nicht nur das gestörte System der emotionalen positiven Verstärkung und „Botenstoff- Katastrophe“ wird restituiert und toxische somatoneurologische und neurovegetative Komponente der Abhängigkeit werden blockiert, sondern die Hauptrichtung der Behandlung ermöglicht den positiven Ergebnis – Beseitigung der addiktiven, kognitiven und Verhaltensstörungen.

Es gibt keine Ausweglosigkeit in der Erkrankung – es gibt Ausweglosigkeit im Verständnis und Vorgehen.

Der Mensch kann nicht ohne Herzen, ohne persönliche Existenz leben, wo alles aufeinander kommt — Vernunft und Gefühl, Rationales und Irrationales, Kenntnis und Unkenntnis. Überall herrscht das Herz!

Nelli Wasiljewna Klimtschnko
Führende Ärztin des Medizinzentrums „Polinar”. Narkologe der höchsten Kategorie, Psychotherapeutin