
Elena. Mutter des Ex-Drogensüchtigen

Ich konnte nie verstehen, warum es mit mir passiert war. Ich bin Mutter des Ex-Drogensüchtigen. Erst jetzt, wenn ich auf mein Leben zurückblicke, sehe ich die Ursachen, die mein Kind zu diesem Zustand geführt haben. Wir haben ihm an nichts fehlen lassen. Seinetwegen habe ich die Arbeitsstelle gewechselt, um ihm am besten zu versorgen, und ließ ihm häufiger allein. Er war schon Teenager, aber ich bemerke nichts Schlimmes darin. Er fing an, Bekannte nach Hause mitzubringen. Aber es ist normal für sein Alter – so dachte ich mir. Als ich einmal früher nach Hause kam und ihn zum ersten Mal betrunken sah, schob er vor sich und erklärte, mir schiene es nur. Aber als ich ihm zufällig mit dem drogensüchtigen Nachbarn sah, wurde ich wach. Ich begann genauer anzuschauen und anzuriechen. Es war doch zu spät... er war schon süchtig geworden.
Bis ich Geld hatte, schleppte ich ihn von einem Zentrum zu einem anderen. Aber keine Kodierung half. Immer fand man „Freunde“, die dekodieren wollen. Wir sind in eine andere Stadt umgezogen, aber auch da traf er Kaif-Anhänger, wie sie sich nennen. Er wechselte Bekanntenkreis, er wechselte Freundinnen, aber die Drogensucht blieb unverändert.
Gott sei dank, ein Zufall machte mich mit einer Frau bekannt, die das gleiche Problem mit ihrem Mann hatte. Seine Behandlung im Polinar-Zentrum, und anschießend die Genesung gab uns Hoffnung. Die Ärzte hatten an allen Schwierigkeiten teil. Mein Sohn lebt schon acht Monate ohne Rauschgift, es ist bloß kurze Periode, aber ich sehe, dass er anders geworden ist. Es sieht, spricht, atmet anders. Seine Augen schauen ganz anders an, er lacht echt, er hat sich ins normale Leben zurückgefunden. Danke an das ganze Kollektiv des Polinar-Zentrums und besonders an Nelli Wasiljewna.





